Steinerkrankungen

 Bei Steinerkrankungen wird zwischen Nierensteinen, Harnleitersteinen und Blasensteinen unterschieden.

Bei der Entstehung von "Steinen" handelt es sich um die Bildung von Konkrementen in den Kanälchen der Niere oder im Nierenbecken. Diese können auch in die ableitenden Harnwege gelangen.

Auch nach erfolgreicher Entfernung bzw. Therapie der "Steine" kommt es in 50% der Fälle zu einer erneuten Steinbildung.

Ursachen

Steinerkrankungen können durch folgende Ursachen entstehen:

- geringe Flüssigkeitsaufnahme

- einseitige Ernährungsgewohnheiten

- familiäre Vorbelastungen

- wiederholte Harnwegsinfekte

- Bewegungsmangel

- Veränderungen in den Nieren oder ableitenden Harnwegen,    die eine Harnstauung begünstigen

Symptome

Die Symptome sind unterschiedlich und sind abhängig von der Lage und Größe des "Steines". Manche Nierensteine verursachen keine Beschwerden. Kommen diese jedoch in den Harnleiter, spricht man von einer Nierenkolik:

- starke, ausstrahlende (in Flanke und Intimbereich ziehende) Schmerzen

- Übelkeit und/oder Erbrechen

- häufiger Harndrang

- Blut im Urin usw.

Therapie

Zuerst erfolgt die Abklärung mittels Harnuntersuchung, Ultraschall und wenn notwendig Computertomographie.

Viele Steine benötigen keine aktive Behandlung, da sie spontan mit dem Urin ausgespült werden. 

Wenn dies nicht möglich ist, wird der Stein durch eine der möglichen Interventionen entfernt.

Dazu zählt die ESWL (Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie): Das ist die Zertrümmerung des Steines durch fokussierte Stoßwellen.

Alle anderen Formen der endourologischen Steintherapie werden ebenso von mir in der Klinik Hietzing angeboten und durchgeführt.